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Der Zeitwohnen-Blog aus Berlin

2020-Wie geht es weiter mit der möblierten Vermietung auf Zeit?

Zeitwohnen 2020

Das Jahr 2020 hat Vermieter von möblierten Wohnungen auf Zeit in Berlin vor große Herausforderungen gestellt. Zuerst kam der Mietendeckel, dann Corona.

Was den Mietendeckel angeht, gibt es Hoffnung. Das Landgericht hält den Berliner Mietendeckel für verfassungswidrig Inzwischen prüft das Bundesverfassungsgericht die Rechtmäßigkeit des Mietendeckels.

Welche kurz – und mittelfristigen Auswirkungen die Corona-Krise auf die möblierte Vermietung auf Zeit haben wird, ist leider noch nicht klar. Der monatelange Shutdown hat den Zuzug von Fachkräften aus dem Ausland, hauptsächlich aus dem Bereich IT, unmöglich gemacht. Es ist unklar, nach den ersten Lockerungen, wieder viele nach Berlin ziehen werden. Das Problem ist oft nicht nur die Einreise nach Deutschland, sondern auch die Ausreise aus dem eigenen Land.

Während der Pandemie ist die Nachfrage nach möblierten Wohnungen natürlich sehr stark zurückgegangen. Es gab fast keine Mieter, die ab Mitte März, April oder Mai gemietet haben. Mit Ausnahme der Mieter, die bereits in Berlin waren und aus ihrer bisherigen temporären Unterkunft ausziehen mussten oder wollten. Inzwischen gibt es wieder Anfragen ab Juli oder August.

Dennoch herrscht weiter Ungewissheit. Niemand kann garantieren, dass es nicht zu einer zweiten Pandemie Welle kommt und unklar bleibt, ob alle Personen aus dem Ausland einreisen können.

Was sind die momentanen Alternativen zu möbliertem Vermieten auf Zeit?

Unbefristete Vermietung - momentane Alternative zur Vermietung auf Zeit?

Ist unbefristete, unmöblierte Vermietung momentan eine Alternative zur Vermietung auf Zeit?

Wenn Vermieter jetzt einen unbefristeten Mietvertrag abschließen, sind sie gesetzlich dazu verpflichtet, zu Mietendeckelpreisen zu vermieten. Selbst wenn das Gesetz kippt, werden diese Verträge sehr wahrscheinlich weiter gültig sein. Vermieter haben dann fast keine Möglichkeit, die Mietpreise dem Markt anzupassen.

Verkauf der Wohnung ?  

Die Preise für Immobilien sind weiterhin stabil. Experten glauben, dass  der Immobilienboom auch die Corona-Krise übersteht und es lediglich zu einer kurzzeitigen Abkühlung des Marktes kommen wird.  Voraussetzung dafür aber, dass sich die Wirtschaft wieder schnell erholt.
Zudem hat der Bundestag am 14. Mai ein neues Maklerrecht beschlossen , das Gesetz über die Verteilung der Maklerkosten bei der Vermittlung von Kaufverträgen über Wohnungen und Einfamilienhäuser. Voraussichtlich wird es im Dezember 2020 in Kraft treten.

Zukünftig kann der Verkäufer einer Immobilie nicht mehr einfach bestimmen, dass ausschließlich der Käufer die Maklercourtage übernimmt.  Das neue Gesetz sieht vor, dass in Zukunft, sofern beide Parteien einen Makler beauftragt haben, die Kosten zu gleichen Teilen geteilt werden. Wenn nur eine Partei den Makler beauftrag - in dem Fall kann es nur der Verkäufer sein - muss er die Maklerkosten bezahlen. Es ist jedoch möglich, zu vereinbaren, dass die Maklercourtage zu maximal 50% vom Käufer beglichen wird. Dieses neue Gesetz gilt nur für den Verkauf an Privatpersonen. 

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