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Der Zeitwohnen-Blog aus Berlin

Die 5 häufigsten Fehler bei der Möblierung einer Wohnung auf Zeit

Sideboard in stylisher Wohnung

Möblierte Wohnungen, die auf Zeit vermietet werden, sind gefragt. Alle, die wegen einer neuen Arbeitsstelle aus dem In – und Ausland nach Berlin ziehen, müssen ja irgendwo wohnen. Die Chancen, schon vorher eine feste, eigene Wohnung zu finden, sind eher gering. Zumal dann, wann man Besichtigungstermine gar nicht wahrnehmen kann.

Eine Wohnung auf Zeit zu mieten ist dagegen einfach.

Gute Mieter sind anspruchsvoll. Die Zeiten, als es reichte, einfach nur ein paar Möbelstücke in eine Wohnung zu stellen, sind vorbei. Heutzutage suchen Mieter nicht bloß eine Unterkunft, sondern ein wohnliches Zuhause auf Zeit. Ein Ort, an dem man sich vom stressigen Berufsalltag erholen kann und an dem man sich wohlfühlt.

Eine gute und ansprechende Einrichtung garantiert, dass:

  • Ihre Wohnung kontinuierlich vermietet ist  
  • die Anzahl der Besichtigungstermine geringer ist
  • Sie bessere Mieter bekommen, bzw. Sie sich die Mieter aussuchen können

Welche Fehler machen Vermieter häufig bei der Einrichtung einer möblierten Wohnung?

Hier unsere Top 5

Zu günstige Einrichtung

Oft ist zu lesen, dass man seine Wohnung auf Zeit am besten möglichst einfach einrichtet. Dadurch soll gewährleistet werden, dass sich eine große Zielgruppe die Wohnung leisten und kaputtes Mobiliar möglichst kostengünstig ersetzt werden kann. Dem ist nicht unbedingt zuzustimmen.
Eine einfache und billige Einrichtung ist angebracht, wenn die Pauschalmiete ebenfalls sehr günstig sein soll. Zielgruppe hierfür sind Studenten, Praktikanten etc. und alle, die wenig Geld haben.

Berufstätige, die wegen einer neuen Arbeitsstelle nach Berlin ziehen, haben ganz andere Wohnwünsche als Studenten, bei denen der Preis das oft das einzige Kriterium ist.

Berufstätige suchen ein ansprechendes und gemütliches Zuhause kommen. Diese Zielgruppe ist bereit, für eine wertigere Einrichtung auch mehr zu bezahlen als Studenten. Dafür sind die Erwartungen natürlich höher.

  • Sie sprechen dann eine Zielgruppe an, die bereit ist mehr zu bezahlen

  • Diese Zielgruppe stellt höhere Ansprüche, behandelt Wohnungen aber auch pfleglicher als anspruchslose Mieter

  • Höherwertiges Mobiliar nutzt sich weniger schnell ab. Die Erstanschaffungskosten sind zwar höher, aber Sie haben weniger Aufwand und Kosten mit dem Austausch von abgenutztem Mobiliar. Auch hier gilt oft: Schlechtes und wenig strapazierfähiges Mobiliar ist letztendlich teuer und wenig nachhaltig.

Als Vermieter können Sie die Ausgaben für Ihre möblierte Wohnung, genauso wie die Agenturkosten, steuerlich geltend machen. Wenn Sie z.B. vorhaben, Ihre Wohnung für die nächsten 10 Jahre möbliert zu vermieten, macht es letztendlich kaum keinen Unterschied, ob ein Bett z.B. 200 € mehr oder weniger gekostet hat, wenn man die Kosten über 10 Jahre verteilt.

   

Alles von einem Anbieter

Dies soll nicht heißen, dass Sie viel Geld ausgeben müssen. Der Mix macht‘snur teuer möblieren müssen. Der Mix aus Qualität und günstig ist entscheidend.

Ihre Wohnung sollte nach Möglichkeit nicht wie die Musterwohnung des großen schwedischen Möbelhauses aussehen. Nichts gegen deren Möbel. Ganz im Gegenteil: Auch Designaffine finden dort inzwischen sehr gute Sachen. Wenn Sie gerne (fast) die ganze Wohnungseinrichtung dort kaufen möchten, ist das auch okay. Dann empfehlen wir aber, die Wohnung mit z.B. höherwertigen Leuchten und weiteren Details zu ergänzen. Dadurch bekommt Ihre Wohnung eine ganz andere Wertigkeit

Zu viele Farben, zu viele Muster, zu viele Materialien

Ihre Wohnung wirkt hochwertiger, wenn Sie sich bei der Einrichtung auf wenige Farben und Muster und auf eine Auswahl von Materialien beschränken. Idealerweise sollten die Farben natürlich zusammenpassen. Ansonsten besteht die Gefahr, dass die Wohnungseinrichtung  zu unruhig wirkt.

Willkürlicher Mix aus Alt und Neu

Sie haben noch einen alten Glastisch aus den 80er Jahren im Keller, ein Schrank mit Holzfurnier, der nach dem letzten Umzug nicht mehr aufgebaut werden konnte. Oder ein altes Sofa, da eigentlich noch zu gut zum Wegwerfen ist?
Ein wilder Möbel-Mix sieht selten ansprechend aus. Jede Wohnung auf Zeit braucht ein Möblierungskonzept.
 Selbst wenn die Wohnungssubstanz sehr gut ist, kann es sein, dass sich die Wohnung aufgrund der Möblierung nicht gut vermietet.

Details werden vernachlässigt

 Schrank, Bett, Tisch, Stühle. All das ist schnell gekauft. Die Details sind das, was einer Wohnung erst Atmosphäre gibt. Diese werden oft vernachlässigt.

  • Licht

Achten Sie auf ausreichend und gute Beleuchtung. Entscheiden Sie sich am besten für viele Lichtquellen im Zimmer. Stehlampe, Tischleuchte, Leselampe. Nur eine einzige Leuchte, womöglich noch eine einzige Deckenleuchte, wirkt ungemütlich.

Tipp:

Achten Sie darauf, dass der Mieter die Leuchtmittel leicht selbst und ohne große Leiter austauschen kann. 

LED- Leuchten helfen Strom zu sparen.

  • Teppiche

Viele Vermieter verzichten noch immer auf Teppiche, obwohl der strenge Purismus nicht mehr ganz dem Zeitgeschmack entspricht. Selbst wenn Sie selbst kein Teppichfreund sind: Für die Vermietung auf Zeit bieten sie viele Vorteile:

    • Teppiche und andere Textilien sorgen für eine bessere Raumakustik
    • sie helfen dabei, den Raum zu gliedern
    • der Raum wird gemütlicher
    • Empfindliche Böden werden geschont

 

  • Dekoration
    • Kissen
      Kissen in Kontrast- oder in verwandten Farben bringen Ihr Sofa zur Geltung. Ganz besonders auf Fotos.
    • Bettwäsche
      Gute Qualität, passend zur Einrichtung.
    • Bettüberwurf
    • Bilder an der Wand
      Am besten moderne Bilder, Fotokunst, abstrakte Motive, Pflanzen, etc. Berlin-Ansichten sehen nach Ferienwohnung aus.

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